Schottland – Isle of Iona

Ich sitze grade hier, höre schottische Musik, trinke einen 12 Jährigen Highland Park und weiß, dass ich mich eigentlich mit den Grundlagen der Organischen Chemie, Physik und der statistischen Auswertung von Fichten-Trieblängen beschäftigen sollte.

Gibt es also einen besseren Zeitpunkt um mal ein paar Bilder aus dem Archiv zu kramen und hier zu zeigen? Ich denke nicht.

Die Sache mit der Infrastruktur

Gylen Castel auf Kerrera

Ich hatte ja schonmal die Fotos von unserer Reise im Februar gezeigt. Zusammen mit Leon war ich in Schottland und zunächst waren wir bei bestem Wetter auf der Isle of Kerrera, vor der Küste von Oban. Doch damit war die Reise nicht vorbei. Im Gegenteil: Nach einem wunderschönen Wandertag haben wir uns früh morgens in die Fähre zur Isle of Mull gesetzt und sind dort dann mit dem Linienbus einmal über die ganze Insel gedüst um mit einer weiteren Fähre auf die Insel Iona über zu setzen.

„Warum so kompliziert?“ mag man sich da fragen.

Als wir am Vorabend im (übrigens sehr netten) Hostel in Oban saßen, mussten wir leider feststellen, dass es auf Mull im Februar nicht wirklich geöffnete Hostels gibt. Außerdem verdient der Busverkehr auf der Insel nur deswegen das Attribut „regelmäßig“, weil zwei Busse am Tag auch schon regelmäßig sind. Keine Touristen und keine Infrastruktur sind ja eigentlich genau der Grund, warum ich so gerne in Schottland bin. Doch irgendwo mussten wir ja dann schon übernachten. Die Lösung fanden wir dann auf der kleinen Insel Iona, einem spirituellen Eiland (dazu später mehr) mit einem kleinen Öko Hostel vor der Küste von Mull. Die ganze Insel hat eine Länge von 6 km, sodass sie für uns als Fußgänger und Nicht-Christen genau perfekt erschien. Nach vier Stunden Reisezeit, zwei Fähren, einem Bus mit Achterbahnantrieb, fünf Wetterlagen, vielen Schafen und einem halbstündigen Fußmarsch fanden wir uns dann einem der schönsten Orte wieder, die ich je besucht habe.

Iona

Iona gilt als das spirituelle Zentrums Schottlands. Hier legte vor ganz langer Zeit der irische Mönch Columba mit seinen 12 Gefolgsleuten an und verbreitete den christlichen Glauben in ganz Schottland (zumindest hat er das versucht). Die Insel ist geprägt von einer riesigen Kathedrale und unzähligen Steinkreuzen, die man selbst im einsamsten Moor noch findet. In der langen und durchaus Interessanten Geschichte der Insel kam es immer wieder zu Überfällen von bösen Wikingern und anderen dramatischen Ereignissen. Das Museum in der Kathedrale gibt darüber einen interessanten Überblick. Außer dem Museum gibt es auf der Insel:

Die Skyline von Iona
  • Einen Shop
  • Ein Postoffice
  • Eine Bar (geschlossen im Winter)
  • Ein Hotel (geschlossen im Winter)
  • Ein Hostel (wo wir nächtigten)
  • Ein paar Wohnhäuser
  • Moor
  • viel weißen Sandstrand
  • und viele Schafe.

Der beste Ort also um eine Woche dort zu verbringen, ein wenig Wandern zu gehen und jede Menge Bilder zu machen.

Die Fotos

Was nun vielleicht total langweilig klingen mag, war in echt ein absoluter Segen. Tagsüber haben wir Wanderungen zu interessanten Landmarken unternommen. Im Süden der Insel gibt es ein Blowhole, eine Art Höhle, in die bei Flut das Wasser drückt und dieses in einer großen Fontäne gen Himmel befördert. Abends haben wir meist im Hostel gekocht und uns mit den anderen Gästen unterhalten. Menschen, wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Manche haben wie wir einfach nur Urlaub auf der Insel gemacht, andere sind vermutlich aus gesundheitlichen oder spirituellen Gründen her gereist. Und auch wenn in dem kleine Haus mit dem wärmenden Torfofen an einem Abend 10 Gäste waren, war es doch immer eine friedliche und ruhige Atmosphäre. Manchmal sind wir dann Abends oder morgens nochmal los um ein paar Bilder zu machen. Der Sternenhimmel auf der Insel war umwerfend. Da kann man dann auch schonmal die 5 Grad Außentemperatur vergessen und einfach im Pulli auf der Wiese vor dem Hostel stehen und staunen.
Alles in allem also ein ziemlich perfekter Ort und Urlaub. Wie immer will ich jetzt gar nicht mehr erzählen, sondern die Bilder für sich sprechen lassen:

Der Leuchtturm im Sound of Mull
Morgens auf dun I, dem höchsten Berg der Insel

„unser“ Hostel

Wenn euch die Bilder gefallen, oder ihr Fragen oder Feedback oder sonst was auf dem Herzen habt, freue ich mich über Kommentare.

Liebe Grüße, danke für die Aufmerksamkeit,

Euer Janni

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